FFP3 Schutzmasken

Schutzmasken sollen den Träger vor Einflüssen von außen schützen und schädliche Keime, die von ihm eingeatmet werden könnten, aufhalten (Mundschutz). Gleichzeitig sollen sie aber auch andere Personen vor den Keimen des Trägers schützen, indem sie Tröpfchen die durch ausatmen oder husten entstehen, auffangen (Spuckschutz). Mit Schutzmasken lässt sich das Ansteckungsrisiko von, durch Tröpfchen übertragenen Krankheiten, reduzieren. Die Benutzer sollten dabei beachten, den Mundschutz so zu tragen, dass auch von der Seite keine Keime eindringen können. Häufigeres Wechseln der Schutzmasken (2-3-mal täglich) ist genauso wichtig wie regelmäßiges Händewaschen. Doch welcher Schutz ist nun der Richtige?

Während eine selbstgenähte Maske oder ein Schaltuch lediglich als Spuckschutz fungiert, also die „Anderen“ schützt indem sie die Geschwindigkeit des ausströmenden Speichels bzw. des Tröpfchen Auswurfes reduziert, gibt es noch die Schutzmasken nach dem FFP Standard FFP2 und FFP3. Diese gelten als persönliche Schutzausrüstung.

Eine FFP2 Maske schützt ihren Träger vor gesundheitsschädlichen flüssigen und festen Stoffen, vor Rauch und Nebelwolken. Dabei filtert sie 94% der Partikel aus der Luft bis zu einer Größe von 0,6 µm.

Die FFP3 Schutzmasken schützen vor schädlichem Rauch, Aerosol und Staub. Sie werden empfohlen bei Viren und Bakterien, bei Pilzsporen sowie radioaktiven Substanzen und krebserregenden Stoffen. Bei einer Größe bis 0,6µm filtern sie mindestens 99% der schädlichen Partikel aus der Luft.

Beim Design der Halbmasken gibt es zwei unterschiedliche Versionen. Es gibt sie mit Ausatemventil und ohne Ausatemventil.
Während eine Maske mit Ventil die einzuatmende Luft filtert, und damit ihren Träger schützt, bleibt die ausgeatmete Luft ungefiltert. Sie bietet also keinen Schutz für die „Anderen“.
Bei einer Maske ohne Ventil werden Einatem- und Ausatemluft gefiltert. Sie schützt daher sowohl den Träger der Maske als auch sein Gegenüber.

Kann oder darf man Masken wiederverwenden?

Ob die Schutzmasken wiederverwendbar sind oder nicht, wird aus der Kennzeichnung ersichtlich. Zusätzlich zur Kennziffer der Schutzstufe sind die Masken mit einem „R“ (reusable => wiederverwendbar) oder mit einem „NR“ (non reusable => nicht wiederverwendbar) gekennzeichnet.

Woran kann man zertifizierte Schutzmasken erkennen und welche Rolle spielt der Hersteller?

Der Hersteller der Schutzmaske spielt keine Rolle. Wenn eine Maske die FFP Klassifizierung hat, erfüllt sie die nötigen Kriterien für den bestmöglichen Schutz.
Zertifizierte Schutzmasken erkennt man an folgenden Eigenschaften:

  • Maske und Verpackung tragen die CE-Kennzeichnung und die Nummer der Zulassungsstelle
  • Maske und Verpackung weisen die Norm und die entsprechende Schutzstufe aus
  • Beiliegende Anwenderinformation
  • Der Hersteller stellt folgende Dokumente zur Verfügung:
    • EG-Konformitätserklärung
    • Baumusterprüfung
    • Technisches Datenblatt